Deutsch
Home
Newsarchiv
Gigs
Geschichte
Diskografie
Die Band
Galerie
Gästebuch
Links
Kontakt
Impressum
Geschichte

Es gibt einen Spruch, der da heißt –“Wenn man sich an die 70er erinnern kann - war man nicht wirklich da!“ Wenn man diesen Spruch hört und die Lebensweise von damals bedenkt, ist es vielleicht einfacher zu verstehen, weshalb die Mitglieder von KIN PING MEH im Jahre 1976 getrennte Wege gingen.

Von 1974 bis Anfang 1976 zählte die Band zu den beliebtesten Formationen im deutschsprachigen Raum. Ihre Platten - Verkaufszahlen übertrafen bei Weiten viele bekannte ausländische Gruppen. Unzählige TV Auftritte und Radio „Airplays“ machen es unmöglich, ihren Namen unerwähnt zu lassen, wenn über die Deutsche Rock Scene geredet wird.

Die Tourneedaten belegen, dass diese Band keine Arbeit gescheut hat. Ein Konzert folgte dem anderen, Kilometer für Kilometer fuhr man durch die Lande. Dies hat alles dazu beigetragen , dass nach Fertigstellung der „ Concrete – Live“ LP, zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt, der große Split kam. Treue Fans mussten mit ansehen, als sich „Ihre“ Band plötzlich auflöste……

KIN PING MEH war schon immer eine Band, welche sich von der restlichen deutschen Rock Scene abgehoben hat. Wie Alan Joe Wroe sagte „ Wenn man eine Wildsau inmitten eines Feldes von Schafen setzt, fällt es immer auf“.

Die Band hat sich nie gefürchtet, eine richtige Rock ’n’ Roll Show auf die Bühne zu stellen. Eine große Lichtanlage, pyrotechnische Effekte, riesige Tonanlagen gehörten dazu.( „Deswegen haben wir nie einen Profit gemacht“ grinste Gagey Mrozeck).

Die Geschichte der Band, angefangen von der Mannheimer Schülerband zum international anerkannten Rock Act steht auf einem anderen Blatt . Was Jeden sicherlich interessiert ist „Warum jetzt ?“ Ich habe danach gefragt und ein wenig über die geplante „Reboot///Reload“ Tournee recherchiert. In mehreren Gesprächen mit den Originalmitgliedern - Geff Harrison (Vocals). Gagey Mrozeck (Guitar), Frieder Schmitt (Keyboards) und Alan „Joe“ Wroe (Bass) wurde mir klar, dass eine Wiedervereinigung nicht plötzlich gekommen ist sondern nach über fünf Jahren Planung entstand. Wie Frieder schon sagt „ Wir waren nie die Schnellsten“.

„Es war immer klar “ sagte Geff „ dass, wenn wir die Band wieder auferstehen lassen werden, dieses nur tun, wenn wir den Fans wirklich etwas superlatives anbieten können. “Damit war auch die Einbeziehung von verschiedenen Begleitmusikern und Backing Vocalisten sowie der Einsatz von modernster Bühnentechnik gemeint.

Ein großes Problem war den richtigen Ersatz für Kalle Weber zu finden (der Original Schlagzeuger von Kin Ping Meh erlag leider, viel zu jung, im Jahre 1995 einem Herzinfarkt). Lang dauerte die Suche bis durch einen Zufall Gagey der bekannte Session Schlagzeuger – Mario Garruccio über den Weg lief. Nach nur einer Probe war es klar, dass er der perfekte Mann für den Job war.

Schon die Logistik für die Proben war ein kleiner Alptraum, wenn man bedenkt, dass ein Musiker aus Hamburg und einer aus Salzburg nach Mannheim anreisen müssen. Ein weiters Problem ergab die Terminplanung, da Jeder mit seinen eigenen Musikprojekten zu tun hat.

Trotz dieser kleinen Problemchen war es am 17. Dezember so weit, ein Testkonzert in einem propenvollen Kulturzentrum „Das Haus“ in Ludwigshafen durchzuführen und es war für mich, als ob Kin Ping Meh nie weg waren.

Die sind so gut wie nie zuvor“ war ein Kommentar, denn ich an diesem Abend oft hörte. Schnörkellose Rock Music gespielt mit Überzeugung, Power und Spielfreude, genau wie man KIN PING MEH seit jeher kennt."

Ich war auch am 20 Dezember in Bonn zugegen, wo die Band ein Konzert im WDR Rockpalast aufgezeichnet hat.

Die Stimmung unter den Mitgliedern war super. Ich hatte das Gefühl inmitten einer Gruppe von Männern (und Frauen) zu stehen, die gut miteinander auskommen und mit Leib und Seele hinter der Musik stehen. Wenn Jemand den Auftritt am 6. Januar im WDR gesehen hat, besteht kein Zweifel, dass dies eine Band ist, die voller Überzeugung hinter dem steht was sie machen. Genauso wie in Ludwigshafen war auch in Bonn das Publikum total mitgerissen.

Jetzt wird an neuen Songs gefeilt, Studiotermine organisiert und eine Tournee im Frühjahr geplant. Wie mir die Band versicherte, haben sie nicht vor, schon wieder eine längere Pause zu machen. Ich hab auf meine Frage, „Warum Jetzt ?“ zwar keine richtige Antwort erhalten aber dies scheint mir unwichtig. KIN PING MEH sind zurück und ich freue mich unheimlich darüber… und ich bin überzeugt, dass mir viele Leute zustimmen werden.

Johnathan B. Hirschgraben (Freelance Journalist)

Login